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ERP für Tonnenware ohne Stückliste
F&P Stock Solution kauft tonnenweise Mode-Restbestände von Einzelhändlern, Marken und Onlineshops und bringt sie in neuen Mischungen wieder auf den Markt. Viele Produkte kommen ohne genaue Artikelstammdaten, ohne Größenlisten und ohne präzise Lagerkennzeichnung.
| Standort | Falkensee bei Berlin |
| Branche | Textilgroßhandel, Second Life Fashion, B2B |
| Kernkompetenz | An- und Verkauf von Mode-Überhängen, Mix-Pakete, Bulk-Warenlogistik |
| Website | www.stock-solution.de |

Die Ausgangslage
- Keine klassischen Artikelstammdaten beim Wareneingang
- Fehlerhafte Lkw-Beladungen und hoher Suchaufwand im Lager
- Verteilte Excel-Daten und eine überlastete Buchhaltung
- Wunsch nach vollständiger Automatisierung
Mit Haufe X360
- Rund 20 Workshops mit 60 Mitarbeitenden als Basis der Modellierung
- Reibungsloser Produktivstart über ein Wochenende: freitags Datenübernahme, montags Go-Live
- Scannergestützte Lagerprozesse auch ohne Stammdaten
- Individuelle Berichte und Dashboards für jede Abteilung
Was sich verändert hat
50 Prozent weniger Buchhaltungsaufwand
Durch automatisierte Prozesse übernimmt eine Person, was vorher zwei erforderte.
100 Tonnen Kleidung pro Monat
Scannergestützt und nahezu fehlerfrei verarbeitet.
Dreifache Lagermenge
Bei gleichem Personalaufwand und höherer Effizienz.
Sekundenschnelle Lagerabfragen
Fehlerfreie Palettenzuordnung statt Suchen im Lager.
Warenwirtschaft ohne Artikelstammdaten: geht das?
Praktisch jedes ERP-Konzept setzt voraus, dass ein Artikel identifiziert werden kann. Im Handel mit Restbeständen und Mischwaren ist genau das nicht gegeben: Was angeliefert wird, hat keine durchgängige Artikelnummer, keine Größenliste und oft keine verlässliche Mengenangabe.
Der falsche Reflex
Der naheliegende Gedanke ist, Stammdaten nachträglich anzulegen. Bei Tonnenware ist das wirtschaftlich unmöglich, der Erfassungsaufwand übersteigt den Warenwert.
Der Weg, der funktioniert, verschiebt die Identität von der Ware auf den Behälter: Nicht das Kleidungsstück wird geführt, sondern die Palette oder das Gebinde, mit Gewicht, Herkunft, Kategorie und Lagerplatz. Der Barcode am Behälter ersetzt die Artikelnummer.
Was dadurch trotzdem möglich bleibt
Auf dieser Grundlage lassen sich Mengen kalkulieren, Lieferungen zusammenstellen, Lkw korrekt beladen und Rechnungen schreiben. Was nicht möglich ist, sind artikelgenaue Auswertungen, und das ist bei diesem Geschäftsmodell auch nicht die Frage.
Der eigentliche Gewinn liegt in der Nachvollziehbarkeit: Jede Bewegung ist erfasst, jede Palette findbar, jede Beladung prüfbar. Das ersetzt das Suchen, das in solchen Lagern den größten Zeitanteil hat.
Fragen zum Thema
Kann ein ERP ohne Artikelstammdaten arbeiten?
Nicht ohne jede Identität, aber die Identität muss nicht am Einzelartikel hängen. Behälter, Palette oder Gebinde als Bezugsgröße mit Barcode funktionieren, wenn Mengen und Kategorien geführt werden.
Was verliert man dabei?
Artikelgenaue Auswertungen und klassische Bedarfsplanung. Bei Mischwaren ohne wiederkehrendes Sortiment ist beides ohnehin nicht anwendbar.
Wie wird abgerechnet, wenn der Einzelartikel unbekannt ist?
Über Gewicht, Menge oder Kategorie, je nach Vereinbarung. Die Preisfindung hängt dann an diesen Größen und nicht an der Artikelnummer.
Ihre Prozesse, unser Thema
Wir zeigen Ihnen in einem kurzen Gespräch, wie sich Ihre Abläufe in Haufe X360 abbilden lassen.
